SMARD-GOV: Rechtssichere KI-gestützte Prozessoptimierung für die kommunale Verwaltung
Das Forschungsprojekt SMARD-GOV untersucht datenschutzkonforme Large Language Models (LLMs) für den Einsatz in kommunalen Verwaltungen.
Warum SMARD-GOV?
In vielen Behörden besteht großes Potenzial darin, durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und insbesondere sogenannten großen Sprachmodellen (Large Language Models, LLMs) Verwaltungsprozesse effizienter und moderner zu gestalten. LLMs können Texte zusammenfassen, Dokumente vorstrukturieren oder Fragen beantworten — was gerade im Verwaltungsalltag Zeit sparen und Bearbeitungsprozesse beschleunigen kann. (Forschung IT-Sicherheit)
Gleichzeitig zeigen existierende LLMs deutliche Schwächen — etwa bei juristischen Fragestellungen oder im sensiblen Bereich Datenschutz. Zudem besteht die Gefahr, dass Mitarbeitende in Behörden den Ergebnissen solcher Modelle zu stark vertrauen und deren Ausgaben unkritisch übernehmen.
Hier setzt SMARD-GOV an: Es ist bisher kaum oder gar nicht erforscht, wie menschliche Aufsicht, rechtliche Anforderungen und technische Umsetzung zusammengebracht werden können, damit Verwaltung mit KI unterstützt werden kann, ohne Rechtssicherheit oder Datenschutz aufs Spiel zu setzen.
Ziele & Vorgehensweise
SMARD-GOV verfolgt das Ziel, Anforderungen an datenschutzkonforme und sichere LLM-basierte Entscheidungsunterstützungssysteme für Behörden zu identifizieren und deren technisch-organisatorische Umsetzung zu validieren. (s. Konsortialmeeting von SMARD-GOV in Erlangen)
Dazu gehören:
- Eine rechtliche Analyse: Prüfung der Vorgaben aus Datenschutzrecht und der neuen EU-KI-Verordnung. Technisch-organisatorische Lösungen: Aufbau bzw. Anpassung eines vortrainierten LLM, das mit anwendungsspezifischen Daten nachtrainiert wird — unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher und technischer Anforderungen.)
- Empirische Studien und partizipative Forschung: Einbeziehung von Mitarbeitenden aus Verwaltung sowie Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, um ihre Perspektiven, Bedürfnisse und Bedenken zu identifizieren.)
Am Ende soll eine Spezifikation entstehen — also ein Rahmenwerk dafür, wie rechtssichere, effiziente und vertrauenswürdige KI-gestützte Entscheidungsunterstützung in der öffentlichen Verwaltung aussehen kann.
Warum ist das relevant — und was bringt es?
- Rechtssicherheit & Datenschutz: Durch die frühzeitige Einbindung der gesetzlichen Anforderungen und datenschutzrechtlichen Prüfung wird verhindert, dass KI-Anwendungen ungeprüft oder unbedacht in Behörden ausgerollt werden. Das stärkt Vertrauen in KI-Technologie.
- Effizienz & Entlastung: LLM-gestützte Systeme können helfen, Verwaltungsakten schneller zu bearbeiten — etwa bei Textauswertung, Vorstrukturierung oder Informationsextraktion. Das spart Ressourcen und Zeit.
- Transparenz & Kontrolle: Durch menschliche Kontrolle und partizipative Einbindung der Verwaltung und Zivilgesellschaft bleibt nachvollziehbar, wie und warum KI-Entscheidungen getroffen werden.
- Zukunftsfähigkeit & Innovation: Ein belastbares, sicheres Modell kann als Blaupause dienen — für weitere KI-Projekte in Kommunen oder Behörden, die modernisieren wollen.
Welche Rolle spielt Prosoz – und wie können Sie mitwirken?
Als Partnerin im Konsortium bringt die PROSOZ Herten GmbH ihre Expertise in kommunaler Verwaltung, Digitalisierung, KI und rechtlicher/regulativer Beratung ein. Gemeinsam mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen entwickelt Prosoz das Konzept, evaluiert technische Ansätze und begleitet die praktische Umsetzung. Konkret soll dies am Beispiel des Baugenehmigungsverfahrens demonstriert werden, um zu zeigen, wie KI-gestützte Prozessoptimierung in einem komplexen Verwaltungsblauf praxisnah umgesetzt werden kann. (s. SMARD-GOV Uni Münster)
Sie als Kund*innen haben die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Das bietet eine Vielzahl an Vorteilen:
- Früher Einblick in KI-Technologien: Kund*innen lernen neue Ansätze kennen, bevor sie in Produkten eingesetzt werden.
- Mitgestaltung von Lösungen: Ihre Erfahrungen und Anforderungen fließen direkt in das Projekt ein.
- Wissensaufbau & Kompetenzentwicklung: Teilnehmende gewinnen Know-how zu KI, Datenschutz und rechtssicheren Verwaltungsprozessen.
- Sichtbarkeit & Reputation: Beteiligung zeigt Innovationsbereitschaft nach außen.
- Netzwerk & Austausch: Kontakte zu anderen Kommunen, Forschungspartnern und Expert*innen.
- Einfluss auf Rechtssicherheit & Praxisrelevanz: Kund*innen tragen dazu bei, dass Lösungen praxisnah und gesetzeskonform entwickelt werden.
Wie die Teilnahme attraktiv gestaltet werden kann:
- Flexible Teilnahmeoptionen (Interviews, Workshops, kontinuierliche Mitarbeit)
- Einfache, unkomplizierte Prozesse
- Exklusive Einblicke in Forschungsergebnisse und Prototypen
- Offizielle Anerkennung oder Zertifizierung der Teilnahme
- Direkter Einfluss auf die Praxis, z. B. auf Verwaltungsprozesse oder zukünftige Produkte
Seien Sie dabei und gestalten Sie das Projekt aktiv mit!
Ob Interview, Datenspende oder Begleitung der Evaluation: Bringen Sie Ihre Perspektive ein und machen Sie SMARD-GOV gemeinsam mit uns praxisnah und erfolgreich.
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