KI-Studie veröffentlicht

KI-Studienübergabe - KI-Nutzung in den Kommunalverwaltungen des Ruhrgebiets
Studienübergabe: vlnr: Garrelt Duin (Regionaldirektor RVR), Christian Rupp (CDO Prosoz)

KI-Studie veröffentlicht

Studie „KI-Nutzung in den Kommunalverwaltungen des Ruhrgebiets“ veröffentlicht

Am Freitag, den 16. Oktober 2026 wurde auf der DigiLabs26 Konferenz der Innovation Mine im Plenarsaal des Ruhrparlaments auch das KI-Lagebild der Kommunen mit deren Potentialen und Perspektiven präsentiert. Die Studie wurde vom Regionalverband Ruhr (RVR) beauftragt und von den KI-Experten bei Prosoz und dem DFKI abgewickelt.

In den letzten 6 Monaten wurden dazu mit den kommunalen Digitalisierungsverantwortlichen von 11 Städten, 4 Kreisen und 4 kreisangehörige Städten im Ruhrgebiet persönliche qualitative Interviews geführt sowie eine standardisierte online Befragung durchgeführt.

Die Themenblöcke der Interviews umfassten:

  • Strategische Einordnung – Stellenwert und Priorisierung von KI innerhalb der kommunalen Digitalisierungsstrategie
  • Aktuelle KI-Anwendungen – Konkret eingesetzte, pilotierte oder geplante KIAnwendungen (intern wie bürgergerichtet)
  • Organisatorische Rahmenbedingungen – Technische Voraussetzungen, Datenlage, Prozessmanagement und Ressourcen
  • Governance & Verantwortlichkeiten – Zuständigkeiten, Steuerungsmodelle, Dienst-/Geschäftsanweisungen und KI-Ethik
  • Kompetenzen & Qualifizierung – Schulungs- und Qualifizierungsangebote für Mitarbeitende und Führungskräfte
  • Kooperation & Transfer – Interkommunale Zusammenarbeit, Kooperationen mit Forschung sowie Rolle des RVR

Zentrale Erkenntnisse:

  • KI besitzt inzwischen in nahezu allen Verwaltungen des Regionalverbands einen hohen strategischen Stellenwert.
  • Der produktive KI-Einsatz konzentriert sich derzeit überwiegend auf interne Assistenzsysteme für Mitarbeitende.
  • Zwischen strategischer Priorisierung und organisatorischer Verankerung besteht noch eine deutliche Umsetzungslücke.
  • 89% berichten von spürbaren Arbeitserleichterungen jedoch stehen den positiven Effekten steht kaum belastbare Evidenz gegenüber – nur eine Verwaltung misst KI-Effekte quantitativ.
  • Die Kommunen verfolgen unterschiedliche Entwicklungsstrategien, stehen jedoch vor weitgehend identischen Herausforderungen (zB technische Infrastruktur, rechtliche Fragen, Kosten-Nutzen).
  • Der größte Mehrwert regionaler Kooperation wird weniger in gemeinsamen KI-Systemen als im Wissens- und Erfahrungstransfer gesehen.

Autoren: Katja Meyer und Christian Rupp (Prosoz Herten), Oliver Gutermuth und Linda Trampert (DFKI)
ISBN 978-3-00-088612-6

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